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Freiwilliger in der Arche sein heißt
das Heim und den Alltag der Menschen mit
geistiger Behinderung zu teilen

Es heißt auch, sich in einem humanitären Projekt zu engagieren und dadurch das Recht auf
den Status eines Freiwilligen erwerben zu können.

Diese Erfahrung ist einzigartig in einem Kurs
von Fortbildung und in einem Leben, wie es
die Aussagen von ehemaligen Freiwilligen
es beweisen.

Sind Sie interessiert?
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Der Alltag in der Hausgemeinschaft


Den Alltag in der Arche verbringt der Freiwillige mit unterschiedlichen Personen: Erwachsenen mit geistiger Behinderung, Assistenten die auf mittlere oder lange Frist angestellt sind und anderen Freiwilligen aus aller Welt, Männer und Frauen, unterschiedlich im Alter, in der Religion, in der Kultur, ...

Der Freiwillige lebt in der Hausgemeinschaft: Er erhält Unterkunft, isst und lebt mit den anderen Mitgliedern.
Seine Freizeit und sein Urlaub teilen sich wie folgt auf: 2 Stunden pro Tag, 1 Tag pro Woche, ein Wochenende pro Monat, 5 Wochen pro Jahr.
Er ist Teil des Teams (''l'équipe''), dessen Aufgabe es ist, dafür zu sorgen, dass sich jede Person mit Behinderung in der Hausgemeinschaft ''zu Hause'' fühlt. Dieses Team besteht aus einem/einer fest angestellten Verantwortliche/n und zwei bis drei Freiwilligen.

Das Team sorgt dafür, dass:
  • die Hausgemeinschaft Vertrauen weckt, sauber ist und einladend wirkt.
  • die Hausgemeinschaft ein Ort des Wohlbefinden und des persönlichen Wachstums für jeden Einzelnen ist, mit einem Klima harmonischer Kommunikation.
  • die Personen mit Behinderung bei Bedarf Unterstützung finden für die persönliche Hygiene, ihre Kleidung, ihre Mahlzeiten und die weiteren Aspekte des Alltags.
  • die Personen mit Behinderung bei Bedarf zu ihren persönlichen und ärztlichen Terminen sowie zu externen Aktivitäten begleitet werden.
  • die Personen mit Behinderung ermutigt werden, ihre größtmögliche Selbstständigkeit zu erreichen.
















Jeder Einzelne im Team:
  • nimmt am Projekt der Hausgemeinschaft teil, an dessen Organisation und Animation.
  • nimmt an den Versammlungen teil, im Sinne der guten Zusammenarbeit und des Austauschs.
  • unterstützt Veranstaltungen der Gemeinschaft.





Freiwilligen-Status


Freiwilliger zu sein heißt, sich in
einem humanitären Projekt zu engagieren, im Rahmen
eines der in der französischen Gesetzgebung
vorgeschlagenen Freiwilligen-Status.

Es gibt unterschiedliche Status für
das gleiche Engagement:





  • Le volontariat associatif (Verbandlicher Freiwilligendienst) : Der verbandliche Freiwilligendienst kommt für jene Personen in Frage, die mindestens 16 Jahre alt sind (ohne Altersbeschränkung nach oben), zudem aus der Europäischen Union stammen und sich seit mindestens einem Jahr in Frankreich aufhalten. Die Laufzeit des Vertrags kann bis zu 24 Monaten betragen.
    Weitere Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen.
  • Le volontariat civil de cohésion sociale et de solidarité (Ziviler Freiwilligendienst für sozialen Zusammenhalt und Solidarität) : Dieser Status kommt für jene Personen in Frage, die zwischen 18 und 28 Jahre alt sind und aus der europäischen Union stammen. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zwischen sechs und 24 Monate. Dieser Freiwilligendienst wird bei der Berechnung der Rentenhöhe mit einbezogen.
    Weitere Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen.
  • Le service civil volontaire (Freiwilliger Zivildienst) : Dieser Status greift wahlweise einen der beiden oben genannten Status auf. Er kommt für Personen zwischen 16 und 25 Jahren in Frage, die französischer Staatsangehörigkeit sind oder einen regulären und durchgehenden Aufenthalt in Frankreich von mindestens einem Jahr nachweisen können. Die Vertragslaufzeit beträgt 6, 9 oder 12 Monate.
    Weitere Informationen zu den gesetzlichen Bestimmungen.

Die Arche à Paris empfängt volljährige Freiwillige für eine Dauer von mindestens 10 Monaten. Die Arche à Paris schlägt dem Freiwilligen den für ihn passenden Status vor, je nach Verfügbarkeit von Plätzen, Alter des Freiwilligen und seinem Herkunftsland. Im Alltag gibt es zwischen den unterschiedlichen Status keinen Unterschied.

Konkret heißt das:
  • Der Status des Freiwilligen wird formal festgehalten: durch einen Freiwilligenvertrag oder durch eine entsprechende Entscheidung des Präfekten von Paris;
  • der Freiwillige lebt in der Hausgemeinschaft: er erhält Kost und Logis;
  • für sein Engagement erhält er eine monatliche Vergütung von 352,70 EUR (Kosten für Lebensmittel und Unterkunft bereits abgezogen);
  • während seines Freiwilligendienstes ist er vollständig abgesichert;
  • falls der Freiwillige keine private Zusatzversicherung hat, schließt die Arche à Paris eine für ihn ab;
  • jeden Monat hat er Anrecht auf Urlaubstage;
  • er erhält eine Ausbildung, die ihm als Grundlage für die tägliche Arbeit unter bestmöglichen Bedingungen dienen soll.
  • ein persönlicher Ansprechpartner steht ihm zur Verfügung, um ihm im Lernprozess und im alltäglichen Leben zur Seite zu stehen.



Ausbildung


Freiwilliger zu sein bedeutet auch, innerhalb eines Jahres Kompetenzen zu erlangen, die im beruflichen Werdegang hoch anerkannt werden.
  • So kann er im Lebenslauf auf seine Erfahrung im Freiwilligendienst und die dort erworbenen Fähigkeiten verweisen, wie zum Beispiel: Arbeitsgestaltung innerhalb eines Teams, die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Ansprechpartnern, Initiative, Verantwortungsbewusstsein, Haushaltsführung im Rahmen des vorgegebenen Budgets, die Fähigkeit, sich vor einer Gruppe ausdrücken zu können... Und nicht zuletzt gewinnen Freiwillige aus dem Ausland umfangreiche Kenntnisse der französischen Sprache.
  • Jene Freiwillige, die einen Beruf im medizinisch-sozialen Bereich anstreben, können sich auf die Arche-interne Ausbildung mit einem Umfang von 80 Stunden pro Jahr stützen. Sie umfasst sowohl Theorie als auch Praxis: dazu gehören Themen wie Lebensmittelhygiene, Sicherheitsmaßnahmen, die unterschiedlichen Formen von Behinderungen, Körperpflege, das Seelenleben, das Verhältnis zu den Familien der behinderten Personen, die geistige Erkrankung, Zuneigung und Sexualität, Gewalt, die Zusammenarbeit im Team. Diese Ausbildung gibt dem Freiwilligen das Werkzeug an die Hand, um seine Aufgaben zu erfüllen, fördert die Reflexion seiner Erfahrung und hilft ihm, bewusstes Handeln zu erlernen.


Bewerbung


Die Bewährungszeit

Jeder Bewerber sollte zunächst eine Kennenlern-Woche in der Hausgemeinschaft verbringen. Bewerber und Gemeinschaft entscheiden daraufhin, ob im Rahmen des Freiwilligendienstes ein Probemonat angegangen werden soll oder nicht.

Nach Ausgang des Probemonats entscheiden Bewerber und Gemeinschaft über das ganzjährige Engagement.

Zum Bewerbungsformular